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15.11.2017 07:59

Mehr Schüler in Lutzhorn

Die Grundschule Lutzhorn hat sich ausgezeichnet entwickelt. Das stellte die Schulleiterin Christiane Ringlstetter-Franz im Interview mit unserer Zeitung fest. Einen Sprung habe es bei den Schülerzahlen gegeben. Sie gingen von 47 auf 57 im aktuellen Schuljahr nach oben. „Das liegt unter anderem daran, dass wir eine überschaubare Schule sind – und genau das brauchen viele Kinder“, so Ringlstetter-Franz. „Außerdem besteht ein enger Kontakt zwischen Lehrkräften, Eltern und Kindern, was natürlich der Einrichtung förderlich ist.“

Insgesamt unterrichten vier Lehrkräfte einschließlich Ringlstetter-Franz an der Grundschule Lutzhorn, die eine Außenstelle der Grundschule Wiepeldorn in Klein Offenseth-Sparrieshoop ist. Ringlstetter-Franz ist an drei Tagen in der Woche in der Schule. Seit Januar 2016 verfüge die Einrichtung über eine feste Integrationshilfe (Schulassistentin), seit 2017 über Schulsozialarbeit. Übernommen hat sie die Diplom-Pädagogin Britta Voigt, der dafür fünf Stunden wöchentlich zur Verfügung stehen. „Wir erhalten zwar Fördermittel – vorerst für zwei Jahre –, den Großteil der Kosten trägt aber die Gemeinde Lutzhorn“, berichtete die Schulleiterin. Die Schulsozialhilfe verstehe sich als Bindeglied zwischen Schülern, Eltern und dem Lehrerkollegium. Kinder, die Probleme haben, können sich dort Rat holen.

Die Schulsozialhilfe führe aber auch selbst Projekte durch – unter anderem mit dem Ziel, das Selbstbewusstsein der Schüler zu stärken, so Ringlstetter-Franz. Aktuell geht es der Diplom-Pädagogin vorzugsweise darum, ein tragfähiges Vertrauensverhältnis zu den Schülern aufzubauen: Das sei die Grundlage ihrer Arbeit.

Die Schule habe sich in den vergangenen Jahren und Jahrzehnten stark verändert, so Ringlstetter-Franz. Gründe seien unter anderem die digitale Revolution und die Entwicklung hin zur Ganztagsschule, in die auf Betreiben der Gemeinde Klein Offenseth-Sparrieshoop auch die Schule Wiepeldorn umgewandelt werden soll. Die Vorbereitungen dazu laufen bereits. Im März 2018 soll der diesbezügliche Antrag an das zuständige Ministerium geschickt werden, zu Beginn des neuen Schuljahres 2018/2019 soll der Prozess abgeschlossen sein. „Die Außenstelle in Lutzhorn ist natürlich darin eingeschlossen“, berichtet Ringlstetter-Franz.

Laut der Schulleiterin besitzt die Grundschule in Lutzhorn außer den genannten noch viele andere „Pfunde“, mit denen sie wuchern kann. „Alle kennen einander und spielen klassenübergreifend miteinander“, betont sie. „Außerdem sind sie vertraut mit den Räumlichkeiten.“ Hinzu komme noch der familiäre Umgang mit den Kindern, die sich in der Einrichtung geborgen fühlten, sowie das effektive Lernen in kleinen Gruppen. Außer den Klassenräumen, die sämtlich renoviert seien, stehe dem lernenden Nachwuchs ein Computerraum sowie ein Essensraum, eine Küche, eine Leseinsel sowie ein Spieleausleih zur Verfügung.

Ergänzt werde der reguläre Unterricht durch eine Flöten- und Plattdeutsch-AG sowie verschiedene Aktivitäten wie Schulausflüge, Fasching und eine Weihnachtsfeier, berichtete die Schulleiterin. Großprojekte würden gemeinsam mit dem Standort Klein Offenseth-Sparrieshoop durchgeführt.

– Quelle: www.shz.de/18326766 ©2018