Sie befinden sich hier

Inhalt

Lutzhorn ist 750 Jahre alt

 

Am 29. April 2005 feiert die Gemeinde Lutzhorn im Kreis Pinneberg ihren 750 Geburtstag. Im Jahr 1255 - gab es die Ersterwähnung von Lutzhorn genauer gesagt von einem Haus in Lutzhorn „Una domus Luteshorne“. Diese Ersterwähnung stand im Zusammenhang mit einem Rittergeschlecht aus der Marsch. Der Ritter Friedrich von Haseldorf wandte nämlich einen Teil seiner Güter, darunter ein Haus in Lutzhorn, als geistliche Stiftungen dem Hamburger Domkapitel zu. Am 29 April 1255 wurde von seinen Lehnsherren den Grafen Johann und Gerhard von Holstein, diese Schenkung urkundlich bestätigt und damit zum ersten Mal der Name des Ortes Lutzhorn schriftlich fixiert. Seitdem ist sehr viel zwischen Nord-und Ostsee geschehen. Das Ende des Mittelalters, der Dreißig-jährige Krieg, Reformation, der dänische Gesamtstaat ,dann die schleswig-holsteinische Erhebung, das Kaiserreich, zwei Weltkriege und die Wiedervereinigung. Viele Menschen sind in dieser Zeit gekommen und gegangen. In mehreren Jahrhunderten lebten Bauern in der Gemeinde. Sie haben auch überwiegend die Entwicklung des Ortes mitgestaltet. Auf unterschiedlich großen Hofstellen bestritten sie ihren Lebensunterhalt. Noch heute ist Lutzhorn landwirtschaftlich geprägt. In eines mit rund 2100 Hektar flächenmäßig größten Dörfer des Kreises Pinnebergs leben heute 800 Einwohner. Immerhin gibt es noch 15 Haupterwerbslandwirte .Neben nur wenigen Handwerksbetrieben gibt es Gärtnereien und Baumschulbetriebe. Vor 40 Jahren war die Gemeinde durch die Flughafenplanung Kaltenkirchen gefährdet. Einige Höfe wurden damals umgesiedelt und im ganzen Dorf herrschte eine starke Verunsicherung, was sich nachteilig für die Entwicklung des Dorfes zeigte. Nachdem durch Gerichtsurteil diese Planung gestoppt wurde, gab es wieder Planungssicherheit. Es gab eine umfangreiche Flurbereinigung, das große Straßen- und Wegenetz wurde ausgebaut. Viele Wirtschaftswege sind zumeist von landestypischen Knicks gesäumt. Mit der Ausweisung von zwei kleinen Baugebieten erfüllt die Gemeinde die Planvorgaben der Landesregierung zum maßvollen wachsen. Die Infrastruktur wurde durch den Bau einer zentralen Trinkwasserversorgung und der gemeindeeigenen Abwasserbehandlungsanlage stark verbessert. Der vorhandene Kindergarten und Grundschule machen das Wohnen insbesondere für junge Familien interessant. Durch das Reitwegenetz „ Grüne Mitte Holstein „ viele Fahrrad und Wanderwege ist die Gemeinde auch touristisch optimal gelegen. Durch einen öffentlichen Golfplatz, einer Heuherberge, ein Fahrradcafé und einigen Hofläden ist die Gemeinde über ihre Grenzen als Naherholungsgemeinde bei Insidern beliebt und bekannt.

Euer ehem. Bürgermeister Werner Kock