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Ruhiges Jahr für Lutzhorner Wehr

Lutzhorn | Für ihr Engagement in der Freiwilligen Feuerwehr Lutzhorn sind vor Kurzem mehrere Brandbekämpfer geehrt worden. Karsten Schlüter erhielt das Brandschutzehrenzeichen in Silber für 25 Jahre in der Feuerwehr. Für 30 Jahre wurden Achim Kruse und Jens Schmidt die Bandschnalle verliehen. Außerdem ist es in Lutzhorn üblich, dass es nach 30 Jahren im Dienst der Wehr
eine wertvolle Armbanduhr von der Gemeinde gibt. Die Geschenke überreichte Bürgermeister Hans-Jürgen Kublun. Für zehn Jahre Feuerwehr wurden Olaf Korinth und Thomas Nerlich darüber hinaus mit Bandschnalle und Urkunde geehrt, für 20 Jahre Christian Jessen, Heino Meyer und Henning Lohse.

Das zurückliegende Jahr habe die Wehr vor zahlreiche unterschiedliche Herausforderungen gestellt, berichtete Wehrführer Dirk Steckmeister vor den geladenen Gästen. Dazu zählten Vertreter der Gemeinde, vom Amt Rantzau, Kay Sierk vom Kreisfeuerwehrverband, Vertreter der Wehren aus Groß Offenseth-Aspern, Heede, Langeln und der Barmstedter Polizei sowie der Jugendwehr und der Ehrenabteilung mit Ehrenwehrführer Bruno Arps.

Es sei auch ein Jahr mit verhältnismäßig leichten Hilfseinsätzen für die Lutzhorner Wehr gewesen, so der Wehrführer weiter. Die Wehr war unter anderem zur Beseitigung einer Ölspur, wegen eines Pferds in einer Grube, eines Autobrands und einer vermeintlich vermissten Person alarmiert worden.

Einen eher kuriosen Einsatz gab es zudem am 18. Juni: Am frühen Morgen hatte die Notrufeinrichtung eines Fahrzeugs Alarm ausgelöst. Die Rettungsleitstelle Elmshorn sandte daraufhin Rettungsdienst, Polizei und die Feuerwehr Lutzhorn zum vermeintlichen Unfall nahe des Kreisels an der Hauptstraße. Vor Ort stellten die Einsatzkräfte fest: Es handelte sich um einen Fehlalarm. Das Auto stand in der Garage, der Besitzer lag in seinem Bett.

In der weitverzweigten Gemeinde musste die Feuerwehr zudem während der Herbststürme „Xavier“ und „Herwart“ zu mehreren Einsätzen ausrücken. Die Wehr habe dabei nicht immer an allen Stellen zugleich sein können. Doch die Sturmschäden seien sehr unbürokratisch von den Kameraden abgewickelt worden, berichtete Steckmeister. Der übergreifende Brandschutz für Wald- und Flächenbrände – kurz SEPI – habe die Lutzhorner Wehr im vergangenen Jahr ebenfalls wieder beschäftigt, so der Wehrführer. Zielsetzung soll es laut Steckmeister sein, die Strukturen einfacher zu gestalten. Von Pinneberger Seite aus hatte der Kreisbrandmeister die Gespräche mit gesteuert. „Das Resümee lautet für uns zunächst: Abwarten und die Lage sondieren“, so Steckmeister.

Feuerwehr und Gemeinde verbessern zudem weiter die Ausrüstung der Wehr. Die Technik für den Digitalfunk ist in den Fahrzeugen eingebaut, Schulungen dazu wurden durchgeführt. Die letzten Einheiten der neuen Schutzausrüstung werden laut Steckmeister in 2018 angeschafft. „Sie gibt unseren Kameraden maximale Sicherheit in den nächsten Jahren“, so der Wehrführer.

Zum besseren Brandschutz im Gemeindegebiet sollen in diesem Jahr zudem drei neue Bohrbrunnen entstehen. Zum Abschluss dankte Steckmeister allen – von der Gemeindevertretung bis zur Amtsverwaltung – für die gute Zusammenarbeit.

– Quelle: www.shz.de/19078116 ©2018